#1 Zum Schicksal und der Freiheit des Menschen von serplanca 26.12.2010 07:37

avatar

Weil ich immer hören muss, es kommt auf uns an, wir bestimmen wie wir handeln usw. und der moderne Mensch so nach Freiheit strebt hier mal zum Überdenken. Das Schicksal.

Das Schicksal in der griechischen Mythologie hat drei Wirkungsarten. Welche dort als weibliche Wesen dargestellt sind.

1. Ananka, die Naturnotwendigkeit, Wörter wie Enge und Angst sind davon abgeleitet. Die Gesetze der Natur erlebt der Mensch am eigenen Leibe, will er gesund leben.
2. Moira, dieses Wort bedeutet Anteil, Los oder Portion. Sie bezieht sich auf die Seele. Persönliche Begabungen, Neigungen und Abneigungen, Fähigkeiten, Lebensdauer, Temperament und Intelligenz werden von ihr zugeteilt.
3. Tyche, was so viel wie Zufall oder Treffen bedeutet. Die deutsche Sprache hat darin vor allem die Heimtücke sehen wollen. Die Römer nannten sie fortuna, das Unberechenbare. Sie bedeutet also neben Unfall auch Chance und Glück.

Im Deutschen haben sie alle mit der Zeit ihren weiblichen Zauber eingebüßt und sind zum Naturgesetz, zum Schicksal und zum Zufall geworden.

Bei Platon ist von drei Moiren, drei Schicksalsschwestern (Nornen) die Rede, die als Töchter der Ananka dargestellt werden.

1. Lachesis, sie ist die Vergangenheit, das schon Getane. In der nordischen Mythologie heißt sie Urd, das seit Urzeiten Gewordene
2. Klotho, die Spinnerin des Lebensfadens, sie sorgt für die Gegenwart. Im nordischen heißt sie Verdandi, die Norne des gegenwärtigen Werdens.
3. Atropos, die Unabwendbare, sie sorgt für die Zukunft, für alles was der Mensch bei seiner weiteren Entwicklung braucht. Sie bestimmt auch die Todesstunde. Im Norden heißt sie Skult, weil sie alles verwaltet was der Mensch der Welt und anderen Menschen schuldet und was in der Zukunft zurückbezahlt, ausgeglichen oder erst errungen werden soll.

Quelle: Zur Freiheit berufen – Pietro Archiati, S.13 - 16

#2 RE: Zum Schicksal und der Freiheit des Menschen von Waldveilchen 11.03.2014 09:13

avatar

Aus meiner Sicht kann man das Schicksal nur verstehen, wenn man nicht nur an dieses eine Leben glaubt, sondern an viele. Dann ergibt es erst einen Sinn. Wir nehmen uns so viel von früheren Leben mit in das derzeitige.

Z.B. unsere Begabungen und Talente, die sind kein Zufall, auch nicht vererbt.
Die Alchemie z.B. kann man gar nicht in einem Leben vollständig erlernen und umsetzen, dazu braucht es mehrere Leben. Da wo wir im letzten Leben aufgehört haben, machen wir nun weiter.

Großartige Künstler, Musiker wie Mozart, ... die haben sich ihr Können nicht nur in diesem Leben erarbeitet.
In denen steckt so viel Erfahrung und Können von früher. Oft bekommen Künstler auch Eingebungen von oben.

Alles was wir an Schlechtem in einem Leben begangen haben, das muss im nächsten Leben wieder ausgeglichen werden. Karma ist keine Strafe, sondern eine Chance um dazuzulernen.

#3 RE: Zum Schicksal und der Freiheit des Menschen von serplanca 11.03.2014 16:55

avatar

Ich habe mir heute so überlegt, wenn das stimmt was du sagst und das stimmt was ich geschrieben habe, dann ist die Situation folgende. Wir sind vielleicht alle mit unglaublichen Fähigkeiten und Talenten ausgestattet, mehr als wir uns erträumen. Es ist nur so, dass für dieses jetzige Erdenleben gar nicht alle freigeschalten wurden, die wenigsten sind überhaupt zugängig. Der Grund ist, wir sollen hier ja bestimmte neue und andere Sachen ausbilden als die wir haben. Vielleicht ist ist jeder von uns ein Michelangelo oder ein Mozart. Denn die Göttin wird ja die Talente nicht irgendwo herschöpfen und in den Menschen reintun, sondern sie sind alle vorhanden, nur nicht freigeschalten. Und bei Behinderten, da ist eben noch weniger freigeschalten, weil die sollen eben etwas anderes Lernen als ein Gesunder. Und ich denke schon das die alten Buddhisten oder Griechen ... Äqypter ganz gut Bescheid wussten und das das stimmt was sie herausfanden. Nur wir können es uns nicht vorstellen oder begreifen, dann sagen wir lieber, das und das stimmt gar nicht, als eher zu sagen, das wird alles schon stimmen, wir kapierens blos nicht mehr heutzutage. So ich habe jetzt mal angenommen unser beider Gedanken stimmen und dann geschlussfolgert wie es sein könnte. Und das Ergebnis klingt gar nicht mal übel.

#4 RE: Zum Schicksal und der Freiheit des Menschen von Waldveilchen 12.03.2014 01:19

avatar

So sehe ich das auch.

Nur denke ich, dass niemand die Talente in uns hineingibt. Wir erarbeiten uns das alles selber von Anfang an, der eine mehr, der andere weniger und jeder auf einem anderen Gebiet.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de
Datenschutz